Sprudel

1. Karlsbader Mineralquelle

Quellort: Sprudelkolonnade
Lage: am linken Ufer der Teplá, mitten im Karlsbader Stadtzentrum
Erste Quellfassung: 16. Jahrhundert
Temperatur: 72 °C
Quellschüttung: 2000 l/min
CO2-Gehalt: 400 mg/l
Zugänglichkeit: frei zugänglich während der Öffnungszeiten der Sprudelkolonnade

Öffnungszeiten der Sprudelkolonnade

Montag – Freitag

09:00 – 17:00

Samstag, Sonntag

10:00 – 17:00

Zugang zur Quelle

Zugang Nr. 1: Die Sprudelkolonnade steht direkt im Kurzentrum der Stadt über dem Flüsschen Teplá in Nachbarschaft des Theaterplatzes.

Zugang Nr. 2: Zwischen der Haltestelle ‚Tržnice‘ und dem Theaterplatz im Stadtzentrum pendelt auf der Buslinie ÖPNV Nr. 2 ein Stadtbus. Von der Endhaltestelle ‚Divadelní náměstí‘ (Theaterplatz) sind es keine 150 Meter bis zur Kolonnade.

Ursprünglich wölbten sich über dem Sprudel vor der  Hl.-Maria-Magdalena-Kirche lediglich leichte Schutzdächer und Pavillons, die nach wiederholten Ausbrüchen und überraschenden Durchbrüchen der Therme schnell zu ersetzen waren. Aber schon im Jahre 1774 wurde vis-à-vis ein großer Barock-Sprudelsaal errichtet, der die Anwendung der Heilprinzipien von Dr. David Becher widerspiegelte, der das Trinken des Mineralwassers direkt an der Quelle empfahl. Eine erste einheitliche architektonische Lösung der Umgebung des Sprudels fand man erst im Jahre 1826, als man hier nach einem Projekt von Josef Esch die erste Empire-Sprudelkolonnade errichtete.

In den Jahren 1878-1879 wurde dann an gleicher Stelle nach Plänen der Wiener Architekten Fellner und Helmer eine neue, gusseiserne  Sprudelkolonnade im Stil der Neurenaissance errichtet. Aber schon 1939 musste die Kolonnade aufgrund fortgeschrittener Korrosion demontiert werden, weitere 35 Jahre gab es hier nur ein hölzernes Provisorium. 1975 wurde dann über dem Sprudel der Glas- und Stahlbetonbau der neuen Sprudelkolonnade im funktionalistischen Stil erbaut.

Der Geysir Sprudel – ein einzigartiges Naturschauspiel – schüttet durchschnittlich 2000 Liter Mineralwasser pro Minute aus, das er unter hohem Druck bis in eine Höhe von 12 Metern ausstößt. Der Sprudel ist in der Gegenwart die einzige Karlsbader Quelle, die zu Bädern verwendet wird. Das Sprudelwasser ist für viele Patienten allzu heiß, deshalb wird es auf  50 und 30 °C abgekühlt, erst danach wird es in als A, B und C gekennzeichnete Quellvasen abgeleitet, wo es zu Trinkkuren dient. Ein Teil der Therme dient zur Versorgung der Kurbetriebe, ein weiterer Teil des Wassers wird zur Herstellung des bekannten Karlsbader Sprudelsalzes und zur ‚Versinterung‘ von Souvenirs verwendet.

Lage

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Sprudel


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